Pragmatik

Aus Graphische
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Grafik

Definition[Bearbeiten]

Die Lehre der situationsabhängigen Kommunikation eines Zeichens.

Der Begriff Pragmatik (von griech. „pragma“ = Handlung) ist ein semiotischer Begriff, der auch in der Sprachwissenschaft zu finden ist. Er beschäftigt sich mit der kontextabhängigen Bedeutung bestimmter Zeichen in konkreten Situationen und der Entstehung jener Zeichen in kommunikativen Handlungen. In der Semiotik unterscheidet man die Pragmatik von der Semantik (Lehre der Bedeutung von Zeichen) und der Syntaktik (Lehre der Beziehung der Zeichen zueinander). Es eght also um das "Zeichen handeln", die Bedeutung die im Tun (zB. des Sprechens aber auch der Rezeption, zB. im Moment ders Sehens) entsteht. Damit verbunden ist der Sprechakt als Handlung, aber auch die konkrete Rezeption (das Medienerlebnis). Damit ist die Pragmatik Teil der der Medientheorie und der parole, also dem Teil der Sprache, der als "Sprechen" die Bedeutung der Zeichen formt. Im engeren Sinne bezeichnet die Pragmatik auch die Absicht, die mit einer kommunikativen Handlung verbunden ist.

Erläuterungen[Bearbeiten]

Die Situation in der kommuniziert wird bzw. die körperliche Situation in der eine Medienrezeption statt findet.

Zentrale Frage der Pragmatik ist "Was ist die tatsächliche Kommunikationshandlung?"

In der Pragmatik beschäftigt man sich mit der direkten Situation in der ein Zeichen wahrgenommen wird und welche Auswirkungen die Entstehung des Zeichens auf die Wahrnehmung hat. Es geht also darum welches Medium zur Kommunikation gewählt wird und welche Auswirkungen die Entstehungsart hat.

Bedeutung für Grafik- und Kommunikationsdesign[Bearbeiten]

Pragmatik beschäftigt sich mit der Medienauswahl & Distribution (wie und an wen wollen wir eine Message senden?), sowie dem Besprechen & Beraten (dem Kunden die besten Arten der Medienauswahl & Distribution vorschlagen und erklären).


Die Pragmatik hat im Kommunikationsdesign eine ausgesprochen große Bedeutung, da es den Betrachter in eine "Rolle" versetzt, was Auswirkungen auf das Empfinden der Botschaft hat. Mit der Auswahl des Mediums kann man verschiedenste Effekte erzielen. Wo berührt es wen auf welche Art und Weise? Die Körperhaltung die stattfindet, während das Medium "konsumiert" wird, wirkt sich auf die Folgen aus.

Beispiele[Bearbeiten]

Als Betrachter eines Wahlplakates zum Beispiel fühlt man sich klein, untergeordnet, fast unterwürfig. Das Ziel ist, den Politiker als groß und "mächtig" wahrzunehmen, als jemanden "von dem man sich beschützt fühlt".

Anders zB.:

Sieht man das Bild eines Politikers auf dem Handy, fühlt man sich selbst überlegen. Noch dazu kommt, dass man sein Handy in die Hosentasche/Brusttasche einsteckt (Genitalbereich/Herz) -> Es wird zu etwas Persönlichem.

Literatur und weiterführende Links[Bearbeiten]