Charles Sanders Peirce

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Definition[Bearbeiten]

Charles Santiago Sanders Peirce (* 10. September 1839 in Cambridge, Massachusetts; † 19. April 1914 in Milford, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph, Logiker und Semiotiker.

Peirce gehört neben William James und John Dewey zu den maßgeblichen Denkern des Pragmatismus, wobei er sich später deutlich von den Entwicklungen der pragmatischen Philosophie distanzierte und sein philosophisches Konzept fortan Pragmatizismus nannte, um sich von James, Dewey, Schiller und Royce abzugrenzen. Er gilt außerdem als Begründer der modernen Semiotik.

Erläuterungen[Bearbeiten]

Peirce leistete wichtige Beiträge zur modernen Logik, unter anderem: • Er führte einen Signifikanztest ein, der prüft, ob eine oder mehrere Messungen zu derselben Normalverteilung gehören wie die übrigen. • Er wies nach, dass aus der logischen Nicht-Und- (NAND) beziehungsweise der logischen Nicht-Oder-Operation (NOR, zu seinen Ehren auch Peirce-Operator genannt) alle anderen aussagenlogischen Junktoren abgeleitet werden können. • Er führte die Standardnotation für Prädikatenlogik erster Ordnung ein. • Wichtigste Theorien in der Semiotik: Theory of signs und Theory of meaning. • Oft wird ihm zugeschrieben, 1885 die Wahrheitstabellen als Mittel eingeführt zu haben, um zu überprüfen, ob eine zusammengesetzte Aussage eine Tautologie ist. Man findet aber dieses semantische Entscheidungsverfahren etwas abstrakt schon bei Boole. Peirce stellte jedoch den Zweck der Tautologiegewinnung deutlich heraus.

Peirce beschäftigte sich auch mit logischen Schlussfolgerungsweisen und führte neben der bekannten Induktion und Deduktion die Abduktion (Hypothese) als dritte Schlussfolgerungsweise in die Logik ein. Aus der Abfolge von Abduktion, Deduktion und Induktion entwickelte er einen erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Ansatz.

Bedeutung für Grafik- und Kommunikationsdesign[Bearbeiten]

Beispiele[Bearbeiten]

Literatur und weiterführende Links[Bearbeiten]